Ein Psychologe verrät, warum Glück nicht das Ziel sein sollte für wahres Wohlbefinden

ein psychologe erklärt, warum wahres wohlbefinden nicht darin besteht, glück als ziel zu haben, sondern andere wichtige faktoren berücksichtigt werden sollten.

Die Suche nach Glück ist so alt wie die Menschheit selbst. Doch was, wenn das Streben nach Glück tatsächlich kontraproduktiv sein könnte? Ein Psychologe untersucht, warum wahres Wohlbefinden nicht auf der Jagd nach der flüchtigen Glückseligkeit beruht.

Die Illusion des Glücks

Glück wird oft als das ultimative Ziel im Leben betrachtet, doch diese Vorstellung kann trügerisch sein. Psychologen warnen vor der sogenannten hedonistischen Tretmühle: kurzzeitig erfüllende Erlebnisse führen schnell zu neuen Bedürfnissen, anstatt langfristige Zufriedenheit zu schenken. Diese Vergänglichkeit des Glücks legt nahe, dass wir stattdessen nach beständigeren Quellen des Wohlbefindens suchen sollten.

Die sechs Säulen des Wohlbefindens

Die Psychologin Carol Ryff hat in ihren Forschungen sechs zentrale Säulen ermittelt, die für langfristiges Wohlbefinden entscheidend sind:

  • ❤️ Selbstakzeptanz: Sich selbst zu lieben und anzunehmen reduziert negative Gedanken.
  • 🌱 Lebenssinn: Ein tiefer Sinn im Leben motiviert und gibt Richtung.
  • 🚀 Autonomie: Entscheidungen selbst zu treffen stärkt das Selbstwertgefühl.
  • 🤝 Soziale Kontakte: Freundschaften und Zusammenhalt tragen entscheidend zum emotionalen Gleichgewicht bei.
  • 📈 Persönliches Wachstum: Lernen und Weiterentwicklung steigern die Lebenszufriedenheit.
  • 🏡 Beherrschbare Umwelt: Eine Umgebung, die Kontrolle und Sicherheit bietet, fördert das Wohlbefinden.

Von hedonistisch zu eudämonisch: Der richtige Weg

Der Unterschied zwischen hedonistischem und eudämonischem Glück ist entscheidend. Während hedonistisches Glück auf kurzfristigen Vergnügungen basiert, strebt das eudämonische Wohlbefinden nach persönlichem Wachstum und Sinn. Langfristig führt letzteres zu einem stabileren Gefühl der Zufriedenheit. Ryff zeigt, dass Menschen, die sich engagieren, sei es durch Bildung oder Hilfe für andere, sich langfristig erfüllter fühlen.

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Der Einfluss sozialer Beziehungen

Gute soziale Beziehungen sind ein Schlüsselfaktor für Glück. Das Gefühl von Zugehörigkeit und Unterstützung hat nicht nur positive psychologische Effekte, sondern stärkt auch die physische Gesundheit. Menschen, die aktiv soziale Kontakte pflegen, erleben mehr positive Emotionen und weniger Stress. Ein Beispiel ist die Langzeitstudie der Harvard University, die über 80 Jahre hinweg zeigt, dass soziale Bindungen der größte Prädiktor für Lebenszufriedenheit sind.

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Praktische Schritte zur Förderung des Wohlbefindens

Um das eigene Wohlbefinden zu steigern, sollten folgende Strategien berücksichtigt werden:

  • 🧘‍♀️ Achtsamkeit und Meditation: Diese Praktiken fördern innere Ruhe und emotionales Gleichgewicht.
  • 📝 Tägliche Dankbarkeit: Das Festhalten an positiven Erfahrungen stärkt die Selbstakzeptanz.
  • 💪 Regelmäßige körperliche Aktivität: Bewegung setzt Endorphine frei und steigert das allgemeine Wohlgefühl.
  • 👥 Soziale Interaktion: Zeit mit Freunden und Familie verbringen fördert das emotionale Wohlbefinden.
  • 🌸 Persönliches Wachstum: Fortbildung oder neue Hobbys können ein Gefühl der Erfüllung erzeugen.

Emotionale Intelligenz und ihre Rolle

Emotionales Wachstum fördert die Fähigkeit, eigene Emotionen und die anderer besser wahrzunehmen und zu verstehen. Eine hohe emotionale Intelligenz unterstützt nicht nur persönliche Entwicklungen, sondern verbessert auch zwischenmenschliche Beziehungen, was sich positiv auf die Lebenszufriedenheit auswirkt.

Fazit: Glück als Nebenprodukt

Wahres Wohlbefinden sollte nicht allein auf dem Streben nach Glück basieren. Vielmehr ist es wichtig, sich auf die Säulen des Wohlbefindens zu konzentrieren und die eigenen Werte in den Alltag zu integrieren. Glück kann dann als Nebenprodukt dieser Bemühungen entstehen, wenn das Leben aktiv und reflektiert gestaltet wird.

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